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  Bilder einer Ausstellung
PIANO BULLETIN, Olga de Kort-Koulikova, 2009



Nach einem erfolgreichen Debütkonzert im Amsterdamer Concertgebouw (2002) und einer CD (2006) mit Musik von Liszt, Chopin, Prokofjew, Tschaikowski und Rachmaninow weiss der in den Niederlanden wohnende russische Pianist Misha Fomin (geb. 1969) von neuem die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen mit einer Aufnahme der Werke von Ravel, Debussy, Skrjabin und Mussorgskij.
Maurice Ravels Jeux d’eau klingt in Fomins Aufführung hell, transparent und schön nuanciert. Fomin lässt alle Klänge fliessen und leuchten. Nichts stört das ertönende Bild des Wasserspiels mit hie und da einem rauschenden Triller oder einem sanften Glissando.
Mit Bruyéres aus Buch 2 der Préludes von Claude Debussy kommt Ruhe und Gelassenheit ins Spiel, während ein bemerkenswert leichter Anschlag in La terasse des audiences du clair de lune für einen besonders hellen Klang sorgt.
Sechs Etüden von Alexander Skrjabins Opus 2 und 8 machen immer neue Facetten des technisch tadellosen Spiels des Pianisten sichtbar. Die emotional geladene Etüde Opus 2, Nr. 1, vom damals fünfzehnjährigen Skrjabin geschrieben, wechselt mit der Etüde Opus 8, Nr. 1, ab, die voll dynamischer Kontraste ist. Die Stimmung der Etüde Nr. 2 (a capriccio con forza) wird durch ein kraftvolles und leicht erregtes Spiel gut getroffen. Auch die Etüden 4 (piacevole) und 5 (brioso) fallen durch eine Wichtigkeit und Festigkeit des Klangs auf. Die letzte Etüde (Nr. 11, andante) bildet mit ihrer stets wiederkehrenden Liedmelodie eine passende Verbindung zu Mussorgskij.
Fomin spielt Bilder einer Ausstellung mit der Anziehungskraft eines Pianisten, vor dem die Partitur keine technischen Geheimnisse hat und der ausserdem alles über die Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments weiss. Von den ersten akzentuierten und energischen Tönen der Promenade bis zu den letzten Takten des Grossen Tors von Kiew ist sein Spiel klar, nuanciert, ausdrucksvoll und nirgends forciert. Hinzu kommt die gut dosierte Dynamik und die überwältigende Kraft (vor allem in den orchesterhaft klingenden Passagen mit den Oktavenverdoppelungen und gestapelten Terzen). Das Ergebnis ist eine hinreissende Aufführung, in der jeder Ton hörbar ist, jeder Takt autonom ist und jede Stimmung intensiv erlebt wird.
Es ist schade, dass dieser schöne Inhalt in einer recht bescheidenen Hülle steckt. Ein CD-Büchlein mit Erläuterung und biographischen Angaben würde zweifellos dazu beitragen, die Hörer weiter auf den Pianisten und die gespielten Werke aufmerksam zu machen.

Olga de Kort-Koulikova

PIANO BULLETIN
EPTA European Piano Teachers Association
Afdeling Nederland en Vlaanderen
Jahrgang 27 2009/2
   
  Meisterhaftes Konzert von Misha Fomin
REINISCHE POST, Liane Borghard, September 1997


.....Der russische Pianist Misha Fomin, der zur Zeit ein Aufbaustudium an der Weimarer Musikhochschule absolviert, lieferte ein Konzert der Meisterklasse.
... Bei den schnellaufigen Passagen schienen die beweglichen Finger des Absolventen der Musikakademie Moskau geradezu uber die Tastatur zu fliegen. Die Liedtranskription "Sei mir gegrusst" trug der junge Mann, der das Klavierspielen im Alter von acht Jahren erlernt hat, mit der passenden Leichtigkeit vor.
Nach einer kurzen Pause entlockte der begabte Pianist dem Flugel weiterhin die vollsten Tone. Acht Klavierstucke, die Johannes Brahms nach seiner ersten ltalienreise komponierte, spielte er in perfekter Manier....
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
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